Nicht nur uns Menschen macht in diesen Tagen die Hitze zu schaffen. Auch die Seen und Weiher sowie die in bzw. um ihnen lebende Tier- und Pflanzenwelt leidet unter der Hitze und anhaltenden Trockenheit. So ist der kleine Weiher direkt am Fuß- und Radweg zwischen der Hochwiesmühle und dem Saarpfalz-Park besonders betroffen. Der See hat keinen oberflächlichen Zufluss und durch die Trockenheit der vergangenen Tage ist der Wasserspiegel bereits beträchtlich gesunken und durch Sauerstoffmangel droht der See zu kippen.

Bürgermeister Christian Prech hat daher die Jugendfeuerwehr Oberbexbach um Hilfe gebeten, die am gestrigen Samstag (01.08.2020) im Rahmen ihrer Übung mit Schlauchmaterial, Pumpen und Wasserwerfern anrückte. Unter den Augen von Bürgermeister Prech und einigen interessierten Spaziergängern und Radfahrern brachten die Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehr eine tragbare Pumpe in Stellung und richteten eine Saugleitung her, um Wasser aus dem Weiher anzusaugen und sogleich wieder hineinzuspritzen. Dadurch wurde das Wasser umgewälzt und konnte dabei mit Sauerstoff angereichert werden. Parallel wurde in Absprache mit den Stadtwerken Bexbach eine Schlauchleitung vom an der Straße gelegenen Hydranten bis zum Weiher verlegt, um den See über einen Wasserwerfer mit zusätzlichem Frischwasser zu versorgen. Mit etlichen Kubikmetern Wasser konnten die Feuerwehr-Nachwuchskräfte so das Biotop nochmals auffüllen. 

Der See stellt den Lebensraum für etliche Tiere wie z. B. auch Wildenten und Blindschleichen zur Verfügung. Ebenfalls lebt ein Nutria, auch Biberratte genannt, an dem See. Leider wurde das ansonsten sehr zutrauliche Nutria nun schon seit einigen Tagen nicht mehr gesichtet. Wir hoffen dennoch, dass wir durch unseren Einsatz einen Beitrag für den Erhalt des Biotops als Lebensraum für eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt leisten konnten und dieses nun auch die kommenden heißen Sommertage gut übersteht. 

Bilder: Bürgermeister Christian Prech 

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